Die Anwesensbesitzer der Vierbruckmühle

Die ersten Anwesensbesitzer (ca. 1473)

1473 betrieb Rab Mirtel und anschließend Georg Neumeier die Mühle.

Hermann Schauer (ca. 1513)

1513 besaß Hermann Schauer die Mule zu den Vier Prucken und musste 2 Schilling 15 Pfennig an Walburgis und Michaeli von der Müll mit ihrer Zugehörung an den Kurfürsten geben. An Jägergeld gab er 7½ Pfennig.

Witwe des Endres Reeger (ca. 1584)

1584 besaß die Mühle die Witwe des Endres (Andreas) Reeger.

Ulrich Vischer (ca. 1605)

1605 erkaufte der Bäcker Ulrich Vischer, Bürger zu Nabburg die Mühle zu Vierbrücken und den Geiselhof von den Vischer’ schen Vormündern.
Es kam 1608 zur Klage, da die Mühle mit einem Müller und der Hof mit einem Bauern besetzt werden sollte und nicht mit einem Bäcker, wie es geschehen war.
Der große Lanzenweiher gehörte zur Vierbruckmühle.

Valentin Fuchs (ab 03.04.1609)

Nachdem Ulrich Vischer verstorben war, erwarb Valentin Fuchs von Wolfring am 3. April 1609 die Mühle und den Geiselhof.
Valentin Fuchs von Dornheim, bambergischer Rat und Schwiegervater des Hans Sigmund von Pertolzhofen, wusste sich bereits 1605 käuflich in den Besitz von Wolfring zu setzen. Durch bedeutende Ankäufe, so den Zehent über das Dorf Knölling, den Geiselhof und die Vierbruckmühle, schuf er sich eine solide Vermögensgrundlage, die freilich nur noch er, nicht aber mehr seine Erben, die der Dreißigjährige Krieg arm gemacht hatte, zu erhalten vermochte. Als Valentin Fuchs 1630 starb, fiel Wolfring zunächst an seine vier Söhne, Valentin Christoph, Wolf Philipp, Philipp Julius und Veit Christoph, die, wie ihr Vater der katholischen Religion zugetan, eine Ausweisung nicht zu befürchten hatten. Da jedoch die drei erstgenannten Brüder noch während des Krieges starben, Veit Christoph Fuchs aber weder deren Todfall anzeigte noch um eine erneute Belehnung nachsuchte, sich selbst darüber hinaus seit Jahren an unbekanntem Ort aufhielt und sein Gut Wolfring, das seit 1631 auf der Gant stand, gänzlich der Verwahrlosung überließ, erklärte das Lehenprobstamt 1650 die Lehen endgültig für heimfällig.

Michael und Magdalena Ris (ab 17.03.1659)

Michael und Magdalena Ris von Säulnhof kauften laut Brief vom 17.03.1659, den in der Gemein Säulnhof gelegenen Hof, den Geiselhof und die Vierbruckmühle zu 450 fl. und die öde Mühlstatt zu 50 fl., des verstorbenen Bürgermeisters Georg Spichler von Nabburg, die mit Mannschaft, Rais, Scharwerk und all anderer Botmäßigkeit dem Pflegamt Nabburg unterworfen war, sonst aber dem Gotteshaus zu Schmidgaden jährlich mit 1 fl. 18 dl. zinste. Die Anwesen und Felder waren eingegangen und öd. Am 14.10.1699 verstarb Michael Ris auf dem Geiselhof. Als Schätzer waren eingesetzt: Endres (Andreas) Planckhen, Viertlmaister zu Hartenrueth (Viertelbauer zu Hartenricht), Hansen Pauen zu Prembstorf (Brensdorf), Hannsen Widtman, Müller uf der Riedlmühl (Müller auf der Rödlmühle) und Erhard Gehrl, Müller zu Saullenhof (Säulnhof).

Conradt Sonnleuthner (ca. 07.03.1675)

Conradt Sonnleuthner, Müller in Vierbruckmühle, ehelichte ca. 1675 seine Braut Margaretha Stauber. Er vertauschte die Vierbruckmühle am 17.04.1681 mit den Mühlenbesitzer Veith und Anna Stauber und betrieb fortan die Mühle zu Grimmenthal.
Aus der Ehe ging die Tochter Catharina, geb. am 10.04.1680 in Vierbruckmühle hervor. Als Taufpatin wurde Catharina, Ehefrau des Andreas Bauer zu Schmidgaden eingetragen. Über weitere Kinder die in der Mühle geboren wurden ist nichts bekannt.

Laut einer Schuldverschreibung vom 7.03.1675 nahm Conradt Sonnleuthner, Müller auf der Vierprucklmühl, 85 fl. vom Gotteshaus St. Ulrich in Trisching auf. Als Kirchenpröbste werden genannt Georg Stephan und Hanns Lueber, beide zu Thürnrieth (Dürnsricht). Als Bürgen erscheinen Michael Ris zum Geiselhof, sein Sohn Hanns Risen von Stueln (Stulln) und Hannsen Pauren von Hartenrieth.
Diese Schuldverschreibung übernahmen Veith Stauber von Grimmenthal und Anna, Mathes Janner und Sixten Giehl zu Högling. Nach einer weiteren Obligation war Sonnleuthner dem Gotteshaus in Schmidgaden 15 fl. schuldig. Als Bürgen waren Michael Ris zum Geiselhof, Hanns Rises von Stueln (Stulln), dann Hannsen Pürner und Adam Otter von Schmidgaden vermerkt.

Veith und Anna Stauber (17.04.1681 – 05.04.1730)

Conradt Sonnleuthner, Müller auf der Vierbruckmühle, und dessen Ehefrau Margaretha vertauschen am 17.04.1681 ihr Anwesen mit den Mühlenbesitzer Veith und Anna Stauber von der Mühle zu Grimmenthal, für all ihrer beiderseitigen Erben und Nachkommen, welches die Stauber von ihrem seelig lieben Vater und Schwiegervater erkauft haben. Veit Stauber muss an Conradt Sonnleuthner 300 fl., davon 200 fl. sofort bar bezahlen. Hanns Schlangenhauser von Diernstorf (Diendorf?) und Michl Riß vom Geiselhof werden als Zeugen erwähnt.

Vitus Stauber, ehelichte am 03.09.1680 nach katholischen Ritus in der Pfarrkirche zu Rottendorf, Anna Grädl, aus Furtmühle. Sie war die Tochter von Jakob und Margaretha Grädl. Als Trauzeugen werden Johann Schlegl, Schulmeister, Adam Humer von Rottendorf genannt.
Witwer Hannß Stauber, Müller vom Grimmenthall, verkaufte seine Mühle am 17.04.1681 an seinem Sohn Veith Stauber und Anna, dessen Ehefrau, um 250 fl. und 3 Reichstaller Leykauf. Als Zeugen werden Hannß Kraus und Michl Riß vom Geiselhof genannt.
Hannß Stauber war mit Maria verheiratet.
Vitus Stauber verstarb vor 1692 in Vierbruckmühle

Kinder:

Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. Die Tochter Anna Dorothea Stauber wurde am 09.03.1685 in Vierbruckmühle geboren1 und katholisch getauft. Dorothea Giehl, Ehefrau des Johann Giehl, Müller in Kadermühle wird als Taufpatin erwähnt. Der erste der zwei Söhne kam knapp zwei Jahre nach Anna Dorothea zur Welt.

Johann Vitus Stauber wurde am 04.06.1687 in Vierbruckmühle geboren1 und in Rottendorf getauft. Er wurde nach seinem Taufpaten Johann Kraus, Bauer in Säulnhof genannt. Sein zweiter Name erhielt er von seinem Vater Vitus.

Das dritte Kind war ebenfalls ein Sohn und sollte einst die Mühle übernehmen. Johann Stauber wurde 1703 in Vierbruckmühle geboren.

Johann und Anna Eva Stauber (05.04.1730 – 25.10.1768)

Johann Stauber wurde als drittes Kind der Eheleute Vitus und Anna Stauber geboren. Er wuchs auf der Mühle auf und wurde somit schon von Kindesbeinen an mit der schweren Arbeit auf dem elterlichen Anwesen vertraut.

Am 23.05.1730 ehelichte er in Schmidgaden Anna Eva Hösl, geb. 1715 in Perschen. Sie war die Tochter von Michael und Eva Hösl. Als Trauzeugen werden Peter Drexler, Wirt in Nabburg und Jakob Forster, Bauer in Perschen genannt.

Am 01.03.1784 verstarb Eva Stauber in Vierbruckmühle und wurde am 04.03.1784 in Schmidgaden begraben. Johann Stauber verstarb am 11.11.1782 in Vierbruckmühle und wurde am 13.11.1782 in Schmidgaden zu Grabe getragen.

Die Vierbruckmühle wurde am 05.04.1730 an den Johannes Stauber und dessen Ehefrau Anna Eva, geb. Hösl um 1640 fl. sambt 4 Thaler Leykauf übergeben.

Für den am 19.05.1711 erkauften halben Weiher, der aber als zweimadige (wurde zweimal im Jahr gemäht) Wiesen genutzt wurde und in der Laimminger Lohe in den Trischinger Gründen lag, wurde mit 200 fl. veranschlagt. Bis Pfingsten mussten 800 fl. bar bezahlt werden, 800 fl. erhielt er als Heiratsgut, zur ersten Nachfrist musste er 200 fl. bezahlen, an Pfingsten 1732 50 fl. und die weiteren Jahre ebenso, bis der Kaufschilling von 2600 fl. abbezahlt ist.

Kinder:

Aus der Ehe gingen 13 Kinder hervor, davon 6 Söhne.
Als erstes wurde Johann Peter am 27.09.1731 in der Vierbruckmühle geboren, und in Schmidgaden katholisch getauft. Seinen Namen erhielt er nach seinem Taufpaten Johann Peter Drexler, Wirt in Nabburg.
Er heiratete am 03.02.1756 in Schmidgaden Anna Catharina Pirner aus Stulln, eine Tochter von Johann Pirner und Katharina. Als Zeugen waren bei der Trauung Johann Stauber aus Schmidgaden und Johann Georg Lotter aus Bergelshof, beide waren Bauern, zu gegen.

Als zweites Kind erblickte Adam Nikolaus am 15.08.1732 in Vierbruckmühle das Licht der Welt und wurde in Schmidgaden katholisch getauft. Sein Taufpate war Nikolaus Dirrigl, Wirt in Schmidgaden.

Anna Barbara wurde am 05.08.1734 in Vierbruckmühle geboren und in Schmidgaden getauft. Ihre Taufpatin Anna Barbara, war die Ehefrau des Wirtes in Schmidgaden, Nikolaus Dirrigl.

Der dritte Sohn Johann Samuel wurde am 07.09.1736. Samuel Ignatz Urbanisch, Schulmeister in Schmidgaden war sein Taufpate.

Als fünftes Kind erblickte Maria Barbara am 24.09.1737 das Licht der Welt. Zur Taupatin wurde wieder Barbara, Ehefrau des Nikolaus Dirrigl, Wirt in Schmidgaden erwählt.

Anna Margaretha Elisabeth Stauber kam am 19.11.1738 zur Welt. Ihre Taupatin war Margaretha, Ehefrau des Christoph Völkl, Müller in Pfreimd.
Sie wurde die Erbin der Mühle. Warum nicht einer ihrer Brüder die Mühle übernahm liegt noch im Dunkeln.
Sie heiratete am 17.06.1761 in Schmidgaden Johann Kraus, geb. am 15.10.1734 in Säulnhof.8 Er war der Sohn der Bauerseheleute Georg Johann Kraus und Catharina, geb. Pürner aus Säulnhof. Als Trauzeugen waren Johann Georg. Kraus, Bauer in Säulnhof und J. S. Urbanisch, Schulmeister in Schmidgaden zu gegen.
Als Taufpate des Ehemannes war Michael Lang, Bauer in Hartenricht eingetragen. Die Hofübernahme fand am 25.10.1768 statt.
Johann Kraus verstarb vor dem Dezember 1774 in Vierbruckmühle.

Johann Stephan wurde als siebtes Kind am 17.02.1740 geboren.. Sein Taufpate war Johann Stephan, Sohn des Johann Georg Prifling, Wirt von Stulln.

Johann Christoph war das achte Kind, er wurde am 14.04.1741 in Vierbruckmühle geboren und zu Schmidgaden getauft. Den Namen erhielt er nach seinem Taufpaten Johann Christoph Völkl, Müller in Pfreimd.

Anna Maria war die vierte Tochter und wurde am 21.04.1744 in Vierbruckmühle geboren. Anna Barbara Köttner, Witwe und Hebamme in Schwarzenfeld übernahm das Amt der Taufpatin.

Der sechste Sohn Johann Michael, geb. am 23.08.1745 verehelichte sich am 03.11.1768 in Schmidgaden mit Anna Maria Schwiezer. Sein Taufpate hieß Johann Michael Schiemer, Weber in Schwarzenfeld. Bei der Hochzeit waren die Zeugen Johann Kraus, Müller in Vierbruckmühle und Bartholomäus Lippert, Bauer in Mausdorf? zu gegen. Warum nicht er sondern seine Schwester Anna Margaretha Elisabeth die Mühle übernahm wird ein Geheimnis bleiben.

Anna Theresia, das elfte Kind wurde am 15.09.1746.4 Als Taufpatin wird Anna Barbara, Ehefrau des Johann Joseph Flierl, Wirt in Schmidgaden genannt.

Die fünfte Tochter Anna Barbara erblickte am 10.08.1748 in Vierbruckmühle das Licht der Welt.4 Anna Barbara Köttner, Witwe und Hebamme in Schwarzenfeld übernahm wieder das Amt der Taufpatin.

Maria Anna erblickte als dreizehntes Kind am 29.03.1750 in Vierbruckmühle das Licht der Welt. In Schmidgaden wurde sie wie ihre Geschwister katholisch getauft. Anna, Ehefrau des Johann Michael Schiemer, Weber in Schwarzenfeld war ihre Taufpatin.

Johann und Anna Margaretha Kraus (25.10.1768 – 17.12.1774)

Anna Margaretha Elisabeth Stauber kam am 19.11.1738 zur Welt. Sie wurde die Erbin der Mühle. Warum nicht einer ihrer Brüder die Mühle übernahm liegt noch im Dunkeln.
Sie heiratete am 17.06.1761 in Schmidgaden Johann Kraus, geb. am 15.10.1734 in Säulnhof.8 Er war der Sohn der Bauerseheleute Georg Johann Kraus und Catharina, geb. Pürner von Säulnhof. Als Trauzeugen waren Johann Georg. Kraus, Bauer in Säulnhof und J. S. Urbanisch, Schulmeister in Schmidgaden zu gegen. Als Taufpate des Ehemannes war Michael Lang, Bauer in Hartenricht eingetragen.

Die Eheleute Stauber verkauften das Mühlanwesen mit 2 Mahlgängen und der Schneidsäge an den Schwiegersohn Johann Kraus aus Säulnhof am 25.10.1768 um 4500 fl. Die Mühle lag am Nabburger Fahrtweg außerhalb der Ortschaft ganz allein. Jährlich waren u. a. 1 ½ Pfund Hofschmalz zu geben und zweimal Jägergeld. Das Pfarr- u. Gotteshaus in Schmidgaden bekam 1 fl. 18 x, der Pfarrer erhielt 1 Schilling Pfennige. 600 fl. wurden schon bar bezahlt, an Weihnachten sollten 1800 fl. bezahlt werden, vom den Rest des Kaufschilling sollten jährlich 100 fl. bar bezahlt bis alles abbezahlt war.
Am Hof lebte noch die Schwester Anna Maria Stauber.

Johann und Anna Margaretha Elisabeth Kraus erkauften am 22.08.1771 den Schwarzerbach von der Vierbruckmühle bis zu „Waydstaufen“, wo sich der Bach in zwei Teile scheidet, vom Mesner und Schulmeister zu Schmidgaden Michael Urbanisch und dessen Eheweib Magdalena, welchen diese am 06.02.1770 erkauften.

Johann Kraus verstarb vor dem Dezember 1774 in Vierbruckmühle.

Kinder:

Aus der ersten Ehe gingen vier Söhne hervor, wo sie getauft wurden ist allerdings unklar.

Johannes Kraus wurde 1761 in Vierbruckmühle geboren und verstarb mit 58 Jahren ledig am 06.08.1819 in Vierbruckmühle, begraben wurde er am 08.08.1819 in Schmidgaden.

Wolfgang Georg der spätere Müller, wurde 1765 in Vierbruckmühle geboren. Er heiratete am 09.10.1792 in Schmidgaden Elisabeth Schwandner, eine Tochter der Eheleute Thomas Schwandner und Magdalena, geb. Reiger. Als Trauzeugen werden Michael Kraus, Bauer in Säulnhof und Thomas Schwandner genannt.
Elisabeth starb nach 1835 in Vierbruckmühle. Wolfgang verstarb am 20.02.1835 und wurde am 22.02.1835 in Schmidgaden begraben. Wolfgang wurde beim Fällen eines Baumes unglücklich der Unterleib zerquetscht, es ging in Entzündung und Brand über, er starb 10 Std. nach dem Unfall um 5 Uhr morgens ohne Arzt.

Der dritte Sohn Hans Wolfgang erblickte 1768 in Vierbruckmühle das Licht der Welt.

Georg Michael erblickt als viertes Kind 1773 das Licht der Welt. 35-jährig verstarb er am 05.06.1808 in Vierbruckmühle und wurde in Schmidgaden begraben.

Sebastian und Anna Margaretha Mayer (14.12.1774 – 23.08.1792)

Die Witwe des Johann Kraus, Anna Marg. verkaufte ihr Anwesen an den arbeitsamen, noch ledigen Sebastian Mayer aus Amberg und angehenden Bräutigam am 14.12.1774. Der Bräutigam brachte neben der ehelichen Ausfertigung 100 fl. und 2 Kühe zu 24 fl. mit in die Ehe.

Die Witwe Anna Margaretha verehelichte sich am 10.01.1775 zu zweiten Mal in Schmidgaden5 mit Sebastian Mayer aus Amberg. Er war der Sohn der Eheleute Jakob und Margaretha Mayer. Als Trauzeugen erschienen Michael Kraus, Bauer in Saylnhof (Säulnhof) und Leonhard Flierl, Bauer in Pennading. Er starb mit 82 ½ Jahren an Entkräftung.

Sebastian verstarb am 16.03.1835 in Vierbruckmühle4 und wurde am 18.03.1835 in Schmidgaden begraben. Seine Frau Anna starb bereits vor 1792.

Kinder:

Aus der ersten Ehe stammten die Kinder Johannes 13 Jahre, Georg Wolf 8 Jahre, Hans Wolf 6 Jahre und Georg Michael Kraus 1 Jahr alt.

Aus der zweiten Ehe ging die Tochter Ursula hervor. Sie gebar im April 1804 den unehelichen Sohn Karl in Vierbruckmühle. Nur sechs Monate später musste sie in zu Grabe tragen. Karl verstarb am 24.10.1804 in Vierbruckmühle.26

Wolfgang Kraus (23.08.1792 – 14.01.1822)

Am 23. Aug. 1792 verkaufte Sebastian Mayer sein Mühlanwesen samt seiner Schneidsäge, Nebenhäusl und Beischlag an den Stiefsohn Wolfgang Kraus um 2470 fl. mit walzenden Stücken.

Wolfgang Georg wurde 1765 in Vierbruckmühle geboren. Er heiratete am 09.10.1792 in Schmidgaden Elisabeth Schwandner, eine Tochter der Eheleute Thomas Schwandner und Magdalena, geb. Reiger. Als Trauzeugen werden Michael Kraus, Bauer in Säulnhof und Thomas Schwandner genannt.

Elisabeth starb nach 1835 in Vierbruckmühle. Wolfgang verstarb am 20.02.1835 und wurde am 22.02.1835 in Schmidgaden begraben. Wolfgang wurde beim Fällen eines Baumes unglücklich der Unterleib zerquetscht, es ging in Entzündung und Brand über, er starb 10 Std. nach dem Unfall um 5 Uhr morgens ohne Arzt.

Am 26. Juni 1797 löste Wolfgang Kraus die an Georg Wifling zu Schwarzenfeld versetzte Tradwiese um 135 fl. wieder aus.

Kinder:

Aus dieser Ehe gingen drei Söhne und vier Mädchen hervor.

Der erste Sohn hieß Georg und wurde am 04.11.1793 in Vierbruckmühle4 geboren. Sein Taufpate war der Wirt in Trisching, Georg Strobl.

Elisabeth erblickte als erstes Mädchen am 22.10.1795 in Vierbruckmühle4 das Licht der Welt und wurde in Schmidgaden getauft. Elisabeth, die Ehefrau des Georg Strobl, Wirt in Trisching war ihre Taufpatin.

Der zweite Sohn Johann wurde am 28.10.1797 in Vierbruckmühle4 geboren und in der Pfarrkirche zu Schmidgaden getauft. Als Taufpate erscheint wiederum Georg Strobl, Wirt in Trisching.

Eva Margaretha kam am 06.03.1800 in Vierbruckmühle zur Welt. Als Taufpatin erscheint wieder die Ehefrau Georg Strobl, Elisabeth.

Anna Maria Kraus wurde am 24.03.1802 in Vierbruckmühle geboren. Sie erhielt die Mühle von ihren Eltern. Am 19.02.1822 verehelichte sie sich in Schmidgaden mit Josef Winkler, der am 02.09.1788 in Bruckmühl/Amberg, als Sohn von Georg Winkler und Clara Walberer geboren wurde.
Verkaufte den Hof an Johann Mäschl am 3.07.1837. TP: Eva Elisabeth, des Georg Strobl, Wirt in Trisching. Josef: TZ: Georg Winkler, Müller in Bruckmühl u. Wolfgang Kraus, Müller in Vierbruckmühle. TP: Bartholomäus Bauer, Seiler in Schlicht.
Hatte 7 Kinder.

Der dritte Sohn Josef erblickte am 14.11.1804 in Vierbruckmühle das Licht der Welt und wurde am 15.11.1804 in Schmidgaden katholisch getauft. Taufpate war wiederum Georg Strobl, Wirt in Trisching.

Als siebtes Kind wurde Anna Barbara am 15.11.1810 geboren, doch schon nach sechs Wochen verstarb sie an Weihnachten den 27.12.1810 in Vierbruckmühle und wurde am 29.12.1810 in Schmidgaden zu Grabe getragen.

Josef Winkler und Anna, geb. Kraus (14.01.1822 – 03.07.1837)

Anna Maria Kraus wurde am 24.03.1802 in Vierbruckmühle geboren. Sie erhielt die Mühle von ihren Eltern.

Am 14. Jan. 1822 übergab Wolfgang Kraus an den Tochtermann (Schwiegersohn) Josef Winkler, Müllerssohn von der Bruckmühl bei Schlicht und seine Tochter Anna Kraus.
Fl. Nr. 1894 umfasste 1840 29 Dezimal, darauf befanden sich ein Wohnhaus, eine Mahlmühle, Stall, Stadel, Nebenhaus, Schweinestall, Schneidsäge, Backofen und Hofraum. Auf Fl. Nr. 1894 ½ befand sich der Zimmerplatz. Zum Anwesen gehörten 18 Tagwerk und 86 Dez.

Am 19.02.1822 verehelichte sie sich in Schmidgaden mit Josef Winkler, der am 02.09.1788 in Bruckmühl/Amberg, als Sohn von Georg Winkler und Klara Walberer geboren wurde. Josefs Taufpate war Bartholomäus Bauer, Seiler in Schlicht.
Als Trauzeugen werden Georg Winkler, Müller in Bruckmühl und Wolfgang Kraus, Müller in Vierbruckmühle genannt.
Nach dem Tod ihres Mannes musste Anna Winkler ihre Mühle verkaufen.
Anna Winkler erschien am 03.07.1837 mit ihrem Beiständer Johann Kraus, Müller in Münchshof (kgl. Landgericht Burglengenfeld) vor dem Nabburger Pflegamt um das Mühlanwesen an den Müllermeister und Schwager Johann Mäschl von Ebersbach im Kgl. Landgericht Amberg und dessen Ehefrau Katharina um 4500 fl. und 75 fl. Leikauf zu übergeben. Für ihre sieben minderjährigen Kinder war Ferdinand Winkler, Bäckermeister von Amberg, als Vormünder eingesetzt.
Der Hof war gerichtbar zum Landgericht, ludeigen, zinsbar zum kgl. Rentamt Nabburg, zur Kirche und Pfarrei Schmidgaden und dem Bauer Schwandner zu Schmidgaden, giltbar zum Rentamt, zehentbar zum Domkapitel Regensburg.
Zum ½ Vierbruckmühlhof mit oberen und unteren Gemeindeteil im Herrenberg und dem Nutzanteil an den unverteilten Gemeindegründen gehörte ein Nebenhäusl, die Mahlmühle und Schneidsäge-Gerechtigkeit.
An Zins fielen 3 fl. 50×2 dl Grundzins an, 6 fl. von der Mahlmühle und 1fl 30 x von der Schneidsäge an Gemarksteuer. An Zehentzins mussten 2 Viertel 1 Scheffel Weizen, 3 Metzen 3 Scheffel Korn, 1 Viertel Gersten und 1 Viertel 2 Scheffel Haber abgeliefert werden.
Der Käufer hatte bereits 3000 fl. bar bezahlt. Im Ausnahmswinkel saß die Mutter der Verkäuferin Elisabeth Kraus. Außerdem lebten noch die beiden Schwestern der Witwe Elisabeth und Margaretha Kraus auf der Mühle. Ihnen wurde der 14-tägige freie Ein- und Ausgang und freie Verköstigung, sowie freie Wohnung und Kostgenuß bei Krankheit gewährt.

Am 19.09.1836 starb die 63-jährige Witwe Katharina Bergmann an Herzwassersucht in Vierbruckmühle und wird am 22. September in Schmidgaden beerdigt. Der Pfarrer schrieb ins Buch der Sterbematrikel über Fr. Bergmann: „Stifterin der Vierbruckmühle, vorher Ausnahm-Müllerin der Wiesmühle.

Kinder:

Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor.

Als erstes der beiden Mädchen wurde Regina am 14.12.1822 in Vierbruckmühle geboren und am 14.12.1822 in Schmidgaden katholisch getauft. Ihre Taufpatin war Regina Winkler, Müllerin in Schönlind aus der Pfarrei Schlicht.

Nach knapp zwei Jahren erblickte Karolina am 05.10.1824 das Licht der Welt und wurde am selben Tag in Schmidgaden getauft. Taufpatin war wieder Regina Winkler.

Der erste Sohn Ignatz wurde am 29.09.1826 in Vierbruckmühle geboren und am selben Tag in Schmidgaden getauft. Diesmal übernahm Ignatz Winkler, Müller in Schönlind das Patenamt.

Josef erblickte am 05.06.1828 in Vierbruckmühle das Licht der Welt und wurde nur wenige Stunden später zu Schmidgaden getauft. Als Taufpate wird Josef Winkler, Bäcker in Schlicht genannt.

Der dritte Sohn Karl wurde am 17.02.1831 geboren und am 18.02.1831 in Schmidgaden getauft. Ignatz Winkler, Müller in Schönlind übernahm das Patenamt. Hebamme Elisabeth Wisgickl aus Trisching kam zur Entbindung nach Vierbruckmühle.

Franz und Ignatz erblickten am 17.01.1834 in Vierbruckmühle das Licht der Welt und wurden am gleichen Tag in Schmidgaden katholisch getauft. Ignatz Winkler, Müller in Schönlind war der Taufpate.

Johann und Katharina Mäschl (03.07.1837 – 02.08.1856)

Laut Brief vom 3. Juli 1837 erwarb Johann Mäschl, Müllermeister von Ebersbach (kgl. Landgericht Amberg) und dessen Ehefrau Katharina den Besitz von der Müllerswitwe Anna Winkler, geb. Kraus und dem Vormünder ihrer sieben minderjährigen Kinder, Ferdinand Winkler um 4775 fl. Es gehörten 20 Tagwerk und 71 Dez. Grund dazu.

Am 17.10.1830 heiratete Johann Mäschl in Schlicht Katharina Fink, geb. am 08.11.1809 in Ebersbach und katholisch getauft. Katharina war die Tochter von Andreas Fink und Katharina, geb. Haberstumpf

Johann Mäschl,der Pfarrer schrieb Maschel im Geburtseintrag, wurde am 15.12.1791 in Grünwald geboren und am gleichen Tag in Vilseck katholisch getauft. Sein Taufpate war Johann Kraus von Altenweyer. Er war der Sohn des Köhlers Karl und Margaretha Maschel von dort.

Am 20.11. 1844 erkaufte Johann Mäschl den sog. Sägeacker zu 13 Tgw. 27 Dez., eine Wiese zu 59 Dez. und eine Ödung zu 32 Dez. um 1200 fl. von Konrad Wilbert von Schmidgaden Hs. Nr. 28.
Johann verstarb am 18.05.1855 in Vierbruckmühle.

Kinder:

Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Die ersten drei Kinder wurden noch in Ebersbach geboren bis sie 1837 die Vierbruckmühle erwarben.
Bartholomäus wurde am 06.07.1832 in Ebersbach geboren und in der Pfarrkirche zu Schlicht getauft. Bartholomäus Walthier, Weber in Weiden war sein Taufpate. Bartholomäus ist laut Eintrag im Taufbuch fortgezogen.

Das zweite Kind Margaretha Anna wurde am 12.12.1833 in Ebersbach geboren und am selben Tag in Schlicht katholisch getauft. Margaretha verstarb am 17.10.1910 im Alter von 76 Jahren auf der Vierbruckmühle. Ihre Taufpatin war Anna Walthier, Weberin in Weiden.

Auch Georg Johann erblickte am 17.04.1836 in Ebersbach das Licht der Welt und wurde in Schlicht getauft. Sein Taufpate war Georg Johann Dorner, Bauer in Ebersbach. Laut Eintrag im Taufbuch ist er ausgewandert.

Eva Margaretha erblickte als viertes Kind an 12.09.1839 bereits in Vierbruckmühle das Licht der Welt und wurde am selben Tag nach Schmidgaden zur Taufe getragen. Taufpatin war Eva Marg. Bodensteiner, Ziegelmeistersfrau von Hirschau. Eva trat in den Orden der Töchter des allerheiligsten Heilandes zu Niederbrunn im Elsaß ein. Ihr Klostername lautete Sr. Maria Jannaria. Am 29.08.1874 zur Zeit der Hofübergabe befand sie sich in Niederaschau.

Das fünfte Kind war Johann, geb. am 06.06.1844 in Vierbruckmühle
Am 30.12.1874 ehelichte er in Schmidgaden Sophie Stich, geb. am 15.05.1850 in der Hammermühle in Pfreimd.

Wolfgang Ullermann und Katharina, verwitwete Mäschl (02.08.1856 – 06.08.1874)

Nach dem Tod von Johann Mäschl am 18.05.1855 übernahm die Witwe Kath. Mäschl am 02.08.1856 um 6260 fl.
Die Witwe verehelichte sich mit Wolfgang Ullermann, der vormals als Müller auf der Mühle arbeitete.
Die Müllerseheleute Wolfgang und Kath. Ullermann teilten sich mit Martin Graf von Schmidgaden ihre bis dahin wechselweise genützten Wiesen am 20. August 1859.

Katharina verstarb am 08.07.1878 in Vierbruckmühle.

Johann Mäschl und Sophie, geb. Stich (06.08.1874 – 01.10.1928

Johann wurde am 06.06.1844 in Vierbruckmühle geboren. Sein Taufpate war Johann Mäschl, Gütler in Grünwald.

Am 06.08.1874 erhielt es der Sohn Johann Mäschl um 7500 fl. von der Mutter Kath. und Stiefvater Wolfgang Ullermann. Am 30.12.1874 erwarb es die Braut Sophie Stich von der Hammermühle/Pfreimd von Johann Mäschl um 3500 fl. zum Miteigentum.

Am 30.12.1874 ehelichte er in Schmidgaden Sophie Stich, geb. am 15.05.1850 in der Hammermühle in Pfreimd. Sophie war die Tochter von Martin Stich und Anna Maria, geb. Dotzler)

1879 wurde ein Stadel angebaut und 1889 wurden ein Pferde- und Schweinestall errichtet.
Johann Mäschl betrieb bei Freiung einen Flussspatbruch. Das Ausbeuterecht erwarb die Fa. Hochscheidt in Siegen.

Sophie Mäschl verstarb am 25.06.1918 in Vierbruckmühle. Ihr Mann folgte ihr nur knappe fünf Jahre später in die Ewigkeit nach. Johann verstarb am 29.04.1923 in Vierbruckmühle.

Kinder:

Aus der Ehe gingen 9 Kinder hervor, die Eheleute waren mit acht Buben gesegnet.

Wolfgang Johann wurde als erster Sohn von neun Kindern am 26.02.1876 in der Vierbruckmühle geboren. Im Alter von 62 Jahren verstarb er am 28.02.1938.

Martin kam am 06.08.1878 zur Welt. Sein Taufpate war Martin Stich, Bäcker in Pfreimd. Mit 21 Monaten verstarb er am 14.05.1880 in Vierbruckmühle.

Der dritte Sohn wurde ebenfalls auf Martin getauft, dies war in der damaligen Zeit üblich, wenn der erste Sohn dieses Namens verstarb, wurde dem nächsten Kind der gleiche Name wieder gegeben. Martin’s Geburtstag war am 05.08.1880 Vierbruckmühle. Er verehelichte sich am 12.11.1912 in Schmidgaden mit Margareta Dobler

Severin Dionys erblickte am 17.04.1882 in Vierbruckmühle das Licht der Welt. Er verehelichte sich mit Barbara Singer aus Hiltersdorf. Severin gestorben am 15.01.1942. Er heißt laut Eintrag im Standesamt Severin, im Taufbuch steht aber Joseph Dionys. Sein Taufpate war Martin Stich, Bäcker in Pfreimd. Barbara Singer war eine verw. Strasser.

Der fünfte Sohn Johann Baptist wurde am 23.12.1883 geboren und verstarb mit 10 Jahren am 11.03.1894 in Vierbruckmühle.

Alois erblickte am 27.08.1886 das Licht der Welt. Er arbeitete als Buchdruckermeister in Pfreimd. Am 13.07.1920 verehelichte er sich mit Barbara Zenger. Alois starb am 20.06.1936.

Franz Xaver kam am 15.01.1889 in Vierbruckmühle zur Welt und wurde am 16.01.1889 nach Schmidgaden zur Taufe getragen. Sein Taufpate war Martin Stich.

Als achter Sohn wurde Anton am 07.07.1892 in Vierbruckmühle geboren.

Maria die einzige Tochter wurde am 07.12.1893 in Vierbruckmühle. Am 17.10.1929 starb sie im Alter von 36 Jahren.

Familie Mäschel um 1925

Familie Mäschl

Maria Mäschl, verh. Dürr sitzt am Schoß ihrer Mutter Margareta, geb. Dobler, dann die stehende junge Dame ist die Sophie Mäschl, verh. Wagner, Vater Martin Maeschl mit Tochter Katharina, verh. Seegerer, daneben, Xaver, der im Krieg vermisst ist.
Das Foto duerfte im Jahre 1924 oder 1925 gemacht worden sein…

Martin Mäschl und Margareta, geb. Dobler (01.10.1928 – 26.03.1958)

Martin Mäschl wurde als drittes Kind von neun Kinder der Müllerseheleute Johann und Sophie Mäschl am 05.08.1880 in Vierbruckmühle geboren.
Margareta Dobler war am 17.12.1888 in Bergelshof als Tochter der Bauerseheleute Johann Dobler und Barbara Hösl) geboren worden.

Martin Mäschl ehelichte am 12.11.1912 in Schmidgaden Margareta Dobler aus Bergelshof und übernahm die Mühle und Schneidsäge mit allen Zugehörungen am 01.10.1912.

1928 erbaute Martin Mäschl einen neuen Kuh-, Schweine- und Pferdestall.
Am 1. Jan. 1930 wurde als Inhaber eines Müllerei-Betriebes in die Handwerksrolle eingetragen.

Laut den Frachtbriefen aus dem Jahre 1930 wurden 3872,98 t Flussspat abgebaut, darunter auch Schwerspat, und verkauft.
Am 12. September 1940 verkauften die Eheleute Pl. Nr. 1970 1/5, das sog. Freiungholz, ein Wald zu 0,8960 ha an die Fa. Flussspatwerk Schwarzenfeld GmbH, vormals Anton Kallmünzer in Schwarzenfeld. Die Bäume auf dem verkauften Grundstück konnten die Verkäufer noch innerhalb von zwei Jahren entfernen. Die Käuferin erwarb sich mit dem Kauf das Ausbeuterecht auf Spat und sonstige nicht den Beschränkungen des Berggesetzes unterliegenden Mineralien und Bodenbestandteile auf die Dauer ihres Vorkommens. Die Verkäufer erhielten auch weiterhin Tonnenzinse für den aus dem Grundstück geförderten Spat.

Margarete Mäschl starb 13 Jahre nach ihrem Ehemann am 25.03.1959 in Vierbruckmühle. Martin Mäschl starb bereits am 26.04.1946 in Vierbruckmühle und wurde in Schmidgaden zu Grabe getragen.

Kinder:

Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, davon drei Söhne. Fünf Kinder verstarben bereits im Kindesalter, der zweite Sohn Xaver blieb im Krieg.

Sophie war die erste Tochter die das Licht der Welt am 23.12.1913 in Vierbruckmühle. Sie verstarb im gesegneten Alter von 78 Jahren am 25.02.1992.

Der erste Sohn Johann wurde am 29.05.1915 in Vierbruckmühle geboren. Mit nur fünf Jahren verstarb er am 05.03.1921.5

Als drittes Kind wurde den Eheleuten eine Tochter namens Barbara am 08.06.1916. Nur knapp zwei Monate später verstarb sie am 12.08.1916.

Der Sohn Xaver geboren am 28.12.1917 in Vierbruckmühle wurde nur 26 Jahre alt.

Der dritte Sohn Alois wurde am 06.09.1919, doch schon im Alter von nur 3 Jahren schloß er am 30.01.1924 für immer die Augen.

Katharina erblickte am 02.08.1921 in Vierbruckmühle das Licht der Welt. Katharina heiratete am 14.04.1958 den Müller und Bauern Adolf Seegerer in Schnegelmühle bei Tännesberg. Katharina verstarb am 7. August 2007 im Alter von 86 Jahren bei geistiger Frische.

Maria die Erbin der Mühle erblickte am 17.03.1923 in Vierbruckmühle das Licht der Welt.
Am 14.04.1958 ehelichte Maria auf dem Standesamt in Stulln Josef Dürr, der am 01.09.1928 in Rauberweiherhaus Nr. 25 als Sohn der Müllerseheleute von Josef Dürr und Barbara Schießl geboren wurde. Am 15.04.1958 fand die kirchliche Trauung statt.

Als achtes Kind wurde Mathilde am 26.01.1925 in Vierbruckmühle geboren. 7 Tage später mussten ihre Eltern schon wieder Abschied von ihr nehmen, sie schlief am 02.02.19255 für immer ein.

Therese wurde als neuntes Kind am 01.05.1927 in Vierbruckmühle geboren. Auch dieses Mal hieß es nach nur sieben Wochen Abschied von einem kleinen Menschenleben zu nehmen. Am 18.06.1927 verstarb sie in Vierbruckmühle.

Josef Dürr und Maria, geb. Mäschl (26.03.1958 – 1990)

Maria erblickte als 7. Kind von 9 Kindern am 17.03.1923 in Vierbruckmühle das Licht der Welt. Sie wuchs auf dem elterlichen Anwesen auf, sie erlebte auch die schweren Schicksalsschläge in der Familie mit und übernahm schließlich die Mühle, da auch der dritte Sohn aus dem Krieg nicht mehr heimkam.

Maria Mäschl übernahm am 26. März 1958 das Anwesen. Der Übergeber, ihre Eltern, behielten sich auf Lebenszeit die Zahlungsansprüche aus den Ausbeuterechtsverträgen vom
24.05.1918, betreffend die Fl. Nr. 580 der Gem. Brudersdorf,
20.03.1934, betreffend die Fl. Nr. 572 und 579, Gem. Brudersdorf,
16.09.1938, betreffend die Fl. Nr. 1979, 1980 a b der Gemarkung Stulln,
11.05.1954 u. 10.05.1954, betreffend die Fl. Nr. 580, 572, 579, 571 und 581 der Gem. Brudersdorf vor. Beim Tode des Übergebers standen diese Ansprüche dem Eigentümer des dienenden Grundstücks zu. Es wurden Tonnenzinse gezahlt von jährlich insgesamt 1000 DM und Wartegelder zu jährlich 500 DM.

Das Anwesen hatte einen Einheitswert von 11000 DM für die Landwirtschaft, 7000 DM für die Mühle und 4000 DM für die Säge.

Am 14.04.1958 ehelichte Maria auf dem Standesamt in Stulln Josef Dürr, der am 01.09.1928 in Rauberweiherhaus Nr. 25 als Sohn der Müllerseheleute von Josef Dürr und Barbara Schießl geboren wurde. Am 15.04.1958 fand die kirchliche Trauung in Schmidgaden statt.

Am 12. August 1975 brannten nachmittags um 17 Uhr aus ungeklärter Ursache die Scheune und die Stallungen ab, wobei viele landwirtschaftliche Geräte (ein Strohhäcksler, ein Miststreuer, Maschinen, Ladewagen und mehrere landwirtschaftliche Kleingeräte), sowie sämtliche Vorräte an Heu des ersten und zweiten Schnittes ein Raub der Flammen wurden. Insgesamt vier Feuerwehren und zwar aus Stulln, Schmidgaden, Nabburg mit zwei Einsatzwagen und Schwarzenfeld mit einem Tanklöschfahrzeug waren im Einsatz. Das Vieh wurde in gemeinsamer Hilfe aus dem brennenden Stall gerettet und auf die anliegenden Wiesen getrieben.
Die Hitzeentwicklung war so stark, dass schon nach 20 Minuten das große Vordach des Stalles einstürzte und den löschenden Feuerwehrmännern buchstäblich mit Donnergetöse vor die Füße fiel. Dank der Aufmerksamkeit der Feuerwehrmänner blieben sie alle unverletzt.

1975 stellte Josef Dürr das Mahlen des Getreides ein. Die Schneidsäge wurde noch bis 1994 weiter betrieben.

Josef Dürr verstarb am 30.12.1988 in Weiden. Maria Dürr verstarb vor ihrem 75. Geburtstag am 09.03.1998 in Vierbruckmühle.

Kinder:

Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor
Margarete Sophie Barbara wurde als erste Tochter am 29.04.1959 in Amberg geboren.

Anna Maria erblickte am 15.09.1960 in Amberg das Licht der Welt.

Die dritte Tochter Katharina Franziska Martina kam am 24.08.1963 in Amberg zu Welt.

Margarete Dürr und Johann Turban-Dürr (seit 1990)

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