Die Mühle, eine segensreiche Quelle

Die Mühlen leistetem dem Grundherrn hohe Abgaben, fast in gleicher Höhe wie die großen Höfe und zwar Getreide (vorwiegend Weizen), das sicher von dem Getreide einbehalten wurde, das die Bauern zum Mahlen brachten, ferner Eier und Hühner, deren Aufzucht offensichtlich mit den Abfällen der Müllerei erfolgte, seltener Bier, Schweine oder Käse. Im 13. Jahrhundert können alle diese Abgaben mit Geld abgelöst werden: Von 20 Mühlen, die das Stift Baumburg 1245 besaß, lieferten 16 Weizen, Roggen, Hühner und Eier, vier Geldabgaben; keine einzige Mühle dagegen war auf Teilpacht vergeben, was wohl nirgends der Fall war, weil es praktisch unmöglich war, die zur Mühle gebrachten Getreidemengen zu kontrollieren, und weil der Grundherr dabei allzu leicht betrogen werden konnte.
Der Müller musste jährlich Abgaben leisten. Die Müller schikanierten die Benutzer der Mühlen ständig, zwangen sie zu endlosen Wartezeiten, fochten ihr Nutzungsrecht an und erhoben vor allem als Mahlgebühr einen größeren Getreideanteil als Rechtens war. Und offensichtlich konnten solche Mißstände nicht wirkungsvoll bekämpft werden.

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