Die weiße Frau

Einmal kam ein Herr aus Schwandorf und blieb über Nacht, um die weiße Frau zu sehen. Er blieb dort allein im Hause und hat sie im Kamin gesehen. Die weiße Frau soll auch oben in der Mühle auf dem Boden gesehen worden sein. Man ging ungern allein auf den Boden.
Nachts um 12°° Uhr ging er oben auf den Boden bzw. in den ersten Stock und da kam sie auf ihn zu. Das Gespenst wird immer geschildert als weiße Frau (wegen eines langen weißen Gewandes) ohne Kopf. Der Mann lief dann vor Schreck weg. Mit der Taschenlampe war er oben. Das ganze spielte sich ab beim Vater von Josef Dürr gleichen Namens und zwar nach dem Zweiten Weltkrieg.
Josef Dürr selbst hat die Erscheinung nie gesehen, aber merkwürdige Geräuschen gehört. Keine Stimmen.

Frau Schmid beantwortete Fragen zur weißen Frau wie folgt:
Die weiße Frau sei in der schönen Stubn (also im Obergeschoß in dem ehemaligen Herrschaftszimmer, dem kleineren Raum) gesehen worden. Sie habe einen langen weißen Schleier getragen. Sie soll nach 12°° Uhr nachts gegangen sein. Auf die Frage: Wie konnte sie einen Schleier tragen, wenn sie doch angeblich ohne Kopf gewesen sei? Kam die spontane und bestimmte Anwort: Sie war nicht ohne Kopf: Das sei auf keinen Fall richtig, sie selbst habe sie zwar nie gesehen, aber ihr Vater oft. Es soll eine Gräfin von Holnstein gewesen sein.
Ein Durchreisender, der nach dem Zweiten Weltkrieg in die Wirtschaft kam und über Nacht blieb sah die weiße Frau. Der kleiner Raum oben sei gelegentlich als Gästezimmer benützt worden. Man habe den Reisenden vor der weißen Frau gewarnt, er aber habe gesagt: „Das macht nicht.“ „Und wie es 12°° Uhr war, ist die weiße Frau gekommen und vor Schreck ist der Mann abgehauen.

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